Normalerweise beginnt die Zeit der kalten Füsse zwar bereits im
Dezember, aber die vielen Kerzen während der Advents- und Weihnachtszeit wärmen
ja nicht nur das Herz, sondern auch die Zehen.
Dann beginnt das graue, kalte, zurzeit auch noch schneelose Januarloch…
die Kerzen sind erloschen, die Wärme reicht nicht mehr weit. Und schon hat man
(oder besser gesagt frau) kalte Füsse. Frau kann sie ganz einfach in die Nähe
des Ofens halten, das macht aber irgendwie immobil, Kirschen-Säcke sind auch
nicht mehr wirklich IN, Thermo-Sohlen in den Schuhen sind ebenfalls nur
begrenzt wirksam.
Die Lösung? Ganz einfach: Ein Ausflug nach Brasilien!!
Genauer gesagt: Maringà… das liegt ungefähr so circa in etwa im
südwestlichen Teil Brasiliens, etwas mehr als eine Flugstunde von Sao Paulo
entfernt (mehr weiss ich auch noch nicht darüber). Natürlich plant ein normaler
Mensch, der zudem auf seinen ökologischen Fussabdruck achtet, keinen Kurztrip
nach Brasilien, nur um seine kalten Füsse loszuwerden. Aber wenn man kalte
Füsse UND einen Bruder in Maringà hat, kann man das schlechte Gewissen
betreffend Fussabdruck vielleicht verdrängen und sich auf den Weg Richtung
Hitze machen. Ich jedenfalls mache genau das, noch nicht mit einem sehr
sicheren Gefühl mangels Brasilien- und Portugiesisch-Erfahrung, aber doch mit
sehr viel Vorfreude auf meinen Bruder mit Anhang. Und natürlich mit dem Wissen,
meine kalten Füsse durch vielevieleviele (Angst)Schweisstropfen zu ersetzen.
Mein nächster Beitrag wird dann hoffentlich im klimatisierten Hotelzimmer
geschrieben, ohne vor lauter Feuchtigkeit von der Tastatur zu rutschen oder zu
implodieren, weil es ganz einfach viel zu heiss ist (zum Glück bin ich kein
Nati-Fussballer…).




