Montag, 30. Dezember 2013

Januar – Die Zeit der kalten Füsse… oder etwa doch nicht?




Normalerweise beginnt die Zeit der kalten Füsse zwar bereits im Dezember, aber die vielen Kerzen während der Advents- und Weihnachtszeit wärmen ja nicht nur das Herz, sondern auch die Zehen.


Dann beginnt das graue, kalte, zurzeit auch noch schneelose Januarloch… die Kerzen sind erloschen, die Wärme reicht nicht mehr weit. Und schon hat man (oder besser gesagt frau) kalte Füsse. Frau kann sie ganz einfach in die Nähe des Ofens halten, das macht aber irgendwie immobil, Kirschen-Säcke sind auch nicht mehr wirklich IN, Thermo-Sohlen in den Schuhen sind ebenfalls nur begrenzt wirksam.

Die Lösung? Ganz einfach: Ein Ausflug nach Brasilien!!
Genauer gesagt: Maringà… das liegt ungefähr so circa in etwa im südwestlichen Teil Brasiliens, etwas mehr als eine Flugstunde von Sao Paulo entfernt (mehr weiss ich auch noch nicht darüber). Natürlich plant ein normaler Mensch, der zudem auf seinen ökologischen Fussabdruck achtet, keinen Kurztrip nach Brasilien, nur um seine kalten Füsse loszuwerden. Aber wenn man kalte Füsse UND einen Bruder in Maringà hat, kann man das schlechte Gewissen betreffend Fussabdruck vielleicht verdrängen und sich auf den Weg Richtung Hitze machen. Ich jedenfalls mache genau das, noch nicht mit einem sehr sicheren Gefühl mangels Brasilien- und Portugiesisch-Erfahrung, aber doch mit sehr viel Vorfreude auf meinen Bruder mit Anhang. Und natürlich mit dem Wissen, meine kalten Füsse durch vielevieleviele (Angst)Schweisstropfen zu ersetzen.
Mein nächster Beitrag wird dann hoffentlich im klimatisierten Hotelzimmer geschrieben, ohne vor lauter Feuchtigkeit von der Tastatur zu rutschen oder zu implodieren, weil es ganz einfach viel zu heiss ist (zum Glück bin ich kein Nati-Fussballer…).


Samstag, 21. Dezember 2013

Mein persönliches Un-Wort des Jahres 2013



Und plötzlich fällt mir auch noch mein persönliches Un-Wort des Jahres (vermutlich nicht des Jahrzehnts) in den Schoss…

In einem angenehmen Café in Zürich habe ich kurz vor Weihnachten einen guten Freund getroffen, Anlass war unser alljährliches, un-stilvolles Weihnachtsessen.

Wir sitzen uns gegenüber, unterhalten uns über dies und jenes, insbesondere über den Verlust der Eigenverantwortung unserer Mitmenschen (a) uns natürlich ausgenommen, und b) direkter ausgedrückt: Verblödung der Menschheit). Irgendwann landen wir unvermeidlich beim Thema „moderne Technik und Kommunikationsmittel“. Auslöser von selbstgemachtem Zusatzstress durch Dauererreichbarkeit, pausenloses Whatsapplen, etc.

An dieser Stelle zückt mein Gegenüber (nicht mehr ganz jung, definitiv KEIN digital native, und auch kein Handy-Freak) sein Smartphone und zeigt mir ein etwas seltsames Whatsapp. Er hat mir dieses einmal geschickt, daran konnte ich mich sogar noch erinnern, aber mangels verständlichem Inhalt habe ich es nicht richtig wahrgenommen. Er, der besagte nicht-technik Freak, klärt mich darüber auf, dass man seit neustem Whatsapps nicht mehr mühsam tippen muss, sondern den Text einfach draufsprechen kann. Coooool!!!! Denke ich im ersten Moment, und denke an die vielen Vertipper… Uncooool!! Im zweiten Moment, denn wie um Himmels Willen whatsappphoniere ich all die unzähligen lustigen Emoticons?? Coooool!!! Im dritten Moment ist schon mein Un-Wort des Jahres 2013 geboren: „Whatsappphonieren“. An alle Whatsappler mit Vertipperitis:

LASST UNS WHATSAPPPHONIEREN! (und whatsappphonieren liest sich doch einfach so herrlich, findet ihr nicht auch? ;-))

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Weihnachtswunsch: Zauberteppich, oder mein Wort des Jahres

Jeweils zu Beginn der Adventszeit werden landauf landab das "Wort des Jahres", das "Unwort des Jahres", der "Satz des Jahres" und wohl auch der "Un-Satz des Jahres" (der ist noch zu erfinden, und nicht zu verwechseln mit Um-Satz des Jahres) gekürt. Via Hörer-Votings wird auserwählt, was natürlich dazu führt, dass die einzelne Person beispielsweise nur bedingt hinter dem "Wort des Jahres" stehen kann.

Nachdem ich abwechslungsweise entweder die Votings verpasst habe oder aber nicht mein Vorschlag gewählt wurde, habe ich dem alljährlich drohenden Frust nun Abhilfe geschaffen. Mit meinem persönlichen Lieblingswort des Jahres. es ist mir bei einer eher negativ behafteten Diskussion über Menschen und ihre Trägheit in den Schoss gefallen. Die Runde unterhielt sich lebhaft über Methoden, wie der Mensch das Gehen möglichst umgehen kann (ja, Gehen kann man tatsächlich umgehen...). Diese Diskussion hat bei Schneefall stattgefunden, weshalb bald mal das Wort "Zauberteppich" fiel.  Das ist das Ding, das die Kinder am Übungshang wieder nach oben hievt, oder den Skifahrern das Stöckeln auf flachen Strecken abnimmt.

Nun, wenn wir also alle Shopping-Zentren, Bahnhöfe, Bürogebäude, Wohnhäuser, Parkplätze, etc. verzauberteppichen würden, könnten wir das Gehen tatsächlich umgehen.

Sofort war klar, dass dies mein  Lieblingswort des Jahres wird, vermutlich sogar des Jahrzehnts. Nicht weil es zur Trägheit der Menschen beiträgt (beiteppicht), sondern weil es einfach wunderbar zauberhaft klingt und sich wie eine Art Lächeln anfühlt.

Ich wünsche euch allen

VERZAUBERTEPPICHTE FESTTAGE!!

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Üblicherweise kritzle ich meinen Blog in deutscher Sprache... heute ausnahmsweise einmal nicht in Deutsch, sondern in Englisch. Ich habe mich von einem meiner Spaziergänge inspirieren lassen;-)


Mums block local school
When you happen to pass by one of our local schools or kindergartens, consider yourself lucky. It is by no means a given that you will manage to skitter through let alone drive on non-stop.
Why is that so?
Obviously, to any sensible driver it goes without saying that you drive very slowly when passing a school area. However, try doing that in the morning around 8am or in the afternoon around 4pm and you will find yourself surprised by what seems like a car exhibition (and not the cheap ones). That ‘exhibition’ does not take place in a designated area, no, you will find those cars all over the pavements around the school as well as smack in the middle of the street. Thus, you drive not only slowly, but you come to a complete stop since you won’t manage to drive around all those parked vehicles (plus, if you like looking at expensive cars, there is almost no end to your delight).
What happened?
It seems that today’s kids are indeed still born with 2 legs attached to them, yet those 2 legs are somehow not made for walking, at least not for walking to the school (which in most cases is within easy reach from home, manageable even for young children). Mums just pack their kids into the respective SUV (driving their neighbor’s kid, too, is for an unknown reason not an option), buckle them up, drive to the school, stop wherever they find an empty spot, unbuckle their child, kiss it good-bye and off they go, back home, into the office, to the shopping center or to the local cafeteria.
Is it too dangerous?
Do today’s mums really think walking from home to school is too dangerous for their kids? Or is it too much of an effort to walk?
Indeed, today areas around the local school are more dangerous for their kids. The reason for this could be very easily eliminated: After kissing their kid good-bye, the car driving mums speed away to their next appointment (or not). Whilst their own kid is in the safety of the school ground, other kids, being delivered in that very moment, are in danger of getting ran over by those mums who already placed their kids. So, if parents stopped driving their kids to school every day, the area would be a much safer place for kids.
Do walking kids still exist?
Now, imagine the unimaginable: there indeed still exist kids that are not driven to school by their mums. These kids lose in more than one way: first, almost all of their friends do not have to walk to school and are able to show off their cool car, second, due to the cars on the pavement, they are forced to walk on the street, third, also due to all those big cars, the streets don’t give those children a clear view of what’s going on, forth, the speeding-away mums are in such a haste that they are not very careful anymore. So, for these walking kids it really and truly is much more dangerous to walk to school.
On the other hand, these walking kids also gain in more than one way: they learn to manage the time on their own, they spend more time with their also walking friends and build social bands, they get more exercise and fresh air than their taxied friends, and maybe they learn ecological thinking.
What to do?
Do the obvious, ban the cars;-)

Freitag, 6. Dezember 2013

Hallo zusammen

Dies ist mein allererster Blog (und ich hoffe, ich schaffe einen Text pro Woche), obwohl ich doch schon etwas in die Jahre gekommen bin und mit der modernen Technik ziemlich gut zurande komme. Auf die Idee für einen Blog hat mich meine jetzige Tätigkeit gebracht: Ich schlage mich sehr häufig mit Texten und Sprache herum, und stosse immer wieder (deutlich zu oft für meinen Geschmack) auf viele unpassende, fehlerhafte oder ganz einfach nicht korrekte Texte.

Am häufigsten verdrück ich Lachtränen bei der Lektüre von Hotel-Homepages. Meist ist deren Text zwar in der Originalsprache (z.B. italienisch) in Ordnung, wenn man dann aber die deutsche Übersetzung liest, findet man sich oft im Wunderland. Hier ein schönes Beispiel:

"...von unserem schönen Strand mit vieler Organisation, von den Partys ins Ufer zum Meer also, eine von allen diese Erfahrungen gibt Harmonie, die machen, so daß Eur Urlaub läßt ein unauslöschliches Zeichen."

Hübsch, nicht? Und man weiss genau, was gemeint ist;-) Lachen ist ja bekanntlich gesund, und mein Tipp an alle, die gerade eine wetterbedingte depressive Phase haben: sucht euch auf tripadvisor einen typischen Ferienort (z.B. Costa Brava, Rimini, etc.), lasst euch die Hotels anzeigen und klickt auf deren Website. Dort ganz einfach die deutsche Übersetzung aktivieren und schon werden die Lachmuskeln trainiert. Gratis und franko, zeitsparend und sehr effektiv.

Meine Mission: bessere Texte, nicht nur im Internet, aber auch.