Und plötzlich fällt mir auch noch mein persönliches Un-Wort
des Jahres (vermutlich nicht des Jahrzehnts) in den Schoss…
In einem angenehmen Café in Zürich habe ich kurz vor Weihnachten
einen guten Freund getroffen, Anlass war unser alljährliches, un-stilvolles
Weihnachtsessen.
Wir sitzen uns gegenüber, unterhalten uns über dies und
jenes, insbesondere über den Verlust der Eigenverantwortung unserer Mitmenschen
(a) uns natürlich ausgenommen, und b) direkter ausgedrückt: Verblödung der
Menschheit). Irgendwann landen wir unvermeidlich beim Thema „moderne Technik
und Kommunikationsmittel“. Auslöser von selbstgemachtem Zusatzstress durch
Dauererreichbarkeit, pausenloses Whatsapplen, etc.
An dieser Stelle zückt mein Gegenüber (nicht mehr ganz jung,
definitiv KEIN digital native, und auch kein Handy-Freak) sein Smartphone und
zeigt mir ein etwas seltsames Whatsapp. Er hat mir dieses einmal geschickt,
daran konnte ich mich sogar noch erinnern, aber mangels verständlichem Inhalt habe ich es nicht richtig wahrgenommen.
Er, der besagte nicht-technik Freak, klärt mich darüber auf, dass man seit
neustem Whatsapps nicht mehr mühsam tippen muss, sondern den Text einfach
draufsprechen kann. Coooool!!!! Denke ich im ersten Moment, und denke an die
vielen Vertipper… Uncooool!! Im zweiten Moment, denn wie um Himmels Willen
whatsappphoniere ich all die unzähligen lustigen Emoticons?? Coooool!!! Im dritten Moment ist schon mein Un-Wort des Jahres 2013 geboren: „Whatsappphonieren“. An alle Whatsappler mit Vertipperitis:
LASST UNS WHATSAPPPHONIEREN! (und whatsappphonieren liest
sich doch einfach so herrlich, findet ihr nicht auch? ;-))
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