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Samstag, 21. Dezember 2013

Mein persönliches Un-Wort des Jahres 2013



Und plötzlich fällt mir auch noch mein persönliches Un-Wort des Jahres (vermutlich nicht des Jahrzehnts) in den Schoss…

In einem angenehmen Café in Zürich habe ich kurz vor Weihnachten einen guten Freund getroffen, Anlass war unser alljährliches, un-stilvolles Weihnachtsessen.

Wir sitzen uns gegenüber, unterhalten uns über dies und jenes, insbesondere über den Verlust der Eigenverantwortung unserer Mitmenschen (a) uns natürlich ausgenommen, und b) direkter ausgedrückt: Verblödung der Menschheit). Irgendwann landen wir unvermeidlich beim Thema „moderne Technik und Kommunikationsmittel“. Auslöser von selbstgemachtem Zusatzstress durch Dauererreichbarkeit, pausenloses Whatsapplen, etc.

An dieser Stelle zückt mein Gegenüber (nicht mehr ganz jung, definitiv KEIN digital native, und auch kein Handy-Freak) sein Smartphone und zeigt mir ein etwas seltsames Whatsapp. Er hat mir dieses einmal geschickt, daran konnte ich mich sogar noch erinnern, aber mangels verständlichem Inhalt habe ich es nicht richtig wahrgenommen. Er, der besagte nicht-technik Freak, klärt mich darüber auf, dass man seit neustem Whatsapps nicht mehr mühsam tippen muss, sondern den Text einfach draufsprechen kann. Coooool!!!! Denke ich im ersten Moment, und denke an die vielen Vertipper… Uncooool!! Im zweiten Moment, denn wie um Himmels Willen whatsappphoniere ich all die unzähligen lustigen Emoticons?? Coooool!!! Im dritten Moment ist schon mein Un-Wort des Jahres 2013 geboren: „Whatsappphonieren“. An alle Whatsappler mit Vertipperitis:

LASST UNS WHATSAPPPHONIEREN! (und whatsappphonieren liest sich doch einfach so herrlich, findet ihr nicht auch? ;-))

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Weihnachtswunsch: Zauberteppich, oder mein Wort des Jahres

Jeweils zu Beginn der Adventszeit werden landauf landab das "Wort des Jahres", das "Unwort des Jahres", der "Satz des Jahres" und wohl auch der "Un-Satz des Jahres" (der ist noch zu erfinden, und nicht zu verwechseln mit Um-Satz des Jahres) gekürt. Via Hörer-Votings wird auserwählt, was natürlich dazu führt, dass die einzelne Person beispielsweise nur bedingt hinter dem "Wort des Jahres" stehen kann.

Nachdem ich abwechslungsweise entweder die Votings verpasst habe oder aber nicht mein Vorschlag gewählt wurde, habe ich dem alljährlich drohenden Frust nun Abhilfe geschaffen. Mit meinem persönlichen Lieblingswort des Jahres. es ist mir bei einer eher negativ behafteten Diskussion über Menschen und ihre Trägheit in den Schoss gefallen. Die Runde unterhielt sich lebhaft über Methoden, wie der Mensch das Gehen möglichst umgehen kann (ja, Gehen kann man tatsächlich umgehen...). Diese Diskussion hat bei Schneefall stattgefunden, weshalb bald mal das Wort "Zauberteppich" fiel.  Das ist das Ding, das die Kinder am Übungshang wieder nach oben hievt, oder den Skifahrern das Stöckeln auf flachen Strecken abnimmt.

Nun, wenn wir also alle Shopping-Zentren, Bahnhöfe, Bürogebäude, Wohnhäuser, Parkplätze, etc. verzauberteppichen würden, könnten wir das Gehen tatsächlich umgehen.

Sofort war klar, dass dies mein  Lieblingswort des Jahres wird, vermutlich sogar des Jahrzehnts. Nicht weil es zur Trägheit der Menschen beiträgt (beiteppicht), sondern weil es einfach wunderbar zauberhaft klingt und sich wie eine Art Lächeln anfühlt.

Ich wünsche euch allen

VERZAUBERTEPPICHTE FESTTAGE!!

Freitag, 6. Dezember 2013

Hallo zusammen

Dies ist mein allererster Blog (und ich hoffe, ich schaffe einen Text pro Woche), obwohl ich doch schon etwas in die Jahre gekommen bin und mit der modernen Technik ziemlich gut zurande komme. Auf die Idee für einen Blog hat mich meine jetzige Tätigkeit gebracht: Ich schlage mich sehr häufig mit Texten und Sprache herum, und stosse immer wieder (deutlich zu oft für meinen Geschmack) auf viele unpassende, fehlerhafte oder ganz einfach nicht korrekte Texte.

Am häufigsten verdrück ich Lachtränen bei der Lektüre von Hotel-Homepages. Meist ist deren Text zwar in der Originalsprache (z.B. italienisch) in Ordnung, wenn man dann aber die deutsche Übersetzung liest, findet man sich oft im Wunderland. Hier ein schönes Beispiel:

"...von unserem schönen Strand mit vieler Organisation, von den Partys ins Ufer zum Meer also, eine von allen diese Erfahrungen gibt Harmonie, die machen, so daß Eur Urlaub läßt ein unauslöschliches Zeichen."

Hübsch, nicht? Und man weiss genau, was gemeint ist;-) Lachen ist ja bekanntlich gesund, und mein Tipp an alle, die gerade eine wetterbedingte depressive Phase haben: sucht euch auf tripadvisor einen typischen Ferienort (z.B. Costa Brava, Rimini, etc.), lasst euch die Hotels anzeigen und klickt auf deren Website. Dort ganz einfach die deutsche Übersetzung aktivieren und schon werden die Lachmuskeln trainiert. Gratis und franko, zeitsparend und sehr effektiv.

Meine Mission: bessere Texte, nicht nur im Internet, aber auch.